Lionspeed GP greift mit Porsche-Werksfahrern beim 24h-Rennen Nürburgring 2026 an

Lionspeed GP 2023
Foto: Paul Schnurpfeil
Top-besetzer Porsche am Start
Text: Paul Schnurpfeil 27.3.2026, 16:27
Der Start von Lionspeed GP beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Teams. Nach Jahren erfolgreicher Einsätze in der Pro-Am-Kategorie geht die Mannschaft aus Bad Homburg nun den nächsten Schritt: den Angriff auf die Gesamtwertung – und das mit hochkarätiger Unterstützung aus dem Porsche-Werkskader.
Erstmals setzt Lionspeed GP auf eine rein professionelle Fahrerbesetzung mit mehreren Werksfahrern und unterstreicht damit klar seine Ambitionen für den Eifelklassiker. Hochkarätiges Fahreraufgebot mit Porsche-Werksunterstützung Für das 24-Stunden-Rennen 2026 hat Lionspeed GP ein starkes Trio verpflichtet, das zu den erfahrensten und erfolgreichsten GT-Piloten im internationalen Motorsport zählt. Mit Laurens Vanthoor, Laurin Heinrich und Ricardo Feller sitzen gleich drei Fahrer im Cockpit des Porsche 911 GT3 R, die entweder als Porsche-Werksfahrer oder eng angebundene Vertragsfahrer gelten. Besonders bemerkenswert: Zwei der drei Piloten – Vanthoor und Heinrich – sind offizielle Porsche-Werksfahrer, während Feller als etablierter GT3-Profi mit Werksanbindung ebenfalls über umfangreiche Erfahrung auf höchstem Niveau verfügt. Vanthoor bringt dabei eine außergewöhnliche Vita mit. Der Belgier gehört zu den erfolgreichsten Langstreckenfahrern seiner Generation und konnte bereits das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gewinnen. Seine Rückkehr auf die Nordschleife ist auch deshalb besonders, weil er nach einem Unfall im Vorjahr auf Wiedergutmachung aus ist. Auch Laurin Heinrich zählt zu den aufstrebenden Stars im Porsche-Kader. Der Deutsche feierte zuletzt große Erfolge in den USA, unter anderem bei prestigeträchtigen Langstreckenrennen wie Daytona und Sebring. Komplettiert wird das Trio von Ricardo Feller, der 2024 selbst das 24h-Rennen am Nürburgring gewinnen konnte und damit genau weiß, worauf es bei diesem Klassiker ankommt. Diese Fahrerbesetzung zeigt klar: Lionspeed GP verfolgt 2026 nicht nur ein ambitioniertes Programm – das Team greift ernsthaft nach einem Topresultat.
Schritt in die Top-Kategorie
Während Lionspeed GP in der Vergangenheit vor allem in der SP9 Pro-Am-Klasse erfolgreich war, erfolgt 2026 der konsequente nächste Schritt. Das Team tritt mit einer Pro-Besetzung an und stellt sich damit direkt der stärksten Konkurrenz im Feld. Dieser Wechsel ist ein logischer Entwicklungsschritt. Nach Klassensiegen in den Jahren 2020 und 2024 hat sich das Team das nötige Know-how erarbeitet, um nun auch in der Gesamtwertung anzugreifen. Mit der Unterstützung von Porsche und einer hochkarätigen Fahrercrew verschiebt sich der Fokus klar: weg vom Klassenerfolg, hin zum Kampf um die Spitze des gesamten Feldes. Zum Einsatz kommt auch 2026 der Porsche 911 GT3 R – eines der erfolgreichsten GT3-Fahrzeuge der Gegenwart. Das Fahrzeug zeichnet sich besonders durch seine Konstanz und Zuverlässigkeit aus, zwei entscheidende Faktoren bei einem 24-Stunden-Rennen. Gerade auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nürburgring Nordschleife ist ein berechenbares und stabiles Auto oft wichtiger als die absolute Spitzenrunde. Für Lionspeed GP ist der Porsche zudem kein Neuland. Das Team hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrung mit dem Modell gesammelt und kennt seine Stärken und Schwächen genau.
Vorbereitung und Rückkehr nach Pause
Nach einer einjährigen Pause kehrt Lionspeed GP 2026 zurück zum Nürburgring – und das mit einem deutlich erweiterten Anspruch. Die Vorbereitung erfolgt traditionell über Einsätze in der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie internationale Langstreckenrennen. Ziel ist es, möglichst viele Rennkilometer unter realen Bedingungen zu sammeln und das Zusammenspiel von Fahrern, Ingenieuren und Strategie zu optimieren. Gerade auf der Nordschleife ist diese Vorbereitung entscheidend. Die Strecke gilt mit über 20 Kilometern Länge, zahlreichen Kurven und wechselnden Bedingungen als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt.
Starke Konkurrenz und große Aufmerksamkeit
Das Teilnehmerfeld des 24h-Rennens 2026 ist außergewöhnlich stark besetzt. Neben etablierten Werksteams und Top-Kundenteams sorgt vor allem die Teilnahme prominenter Fahrer für zusätzliche Aufmerksamkeit. Auch Max Verstappen wird im Umfeld des Rennens eine Rolle spielen. Der Formel-1-Weltmeister sammelte bereits Erfahrung auf der Nordschleife und tritt 2026 in einem GT3-Fahrzeug eines anderen Herstellers an. Diese Konstellation erhöht nicht nur das sportliche Niveau, sondern auch die internationale Strahlkraft des Events. Realistische Chancen für Lionspeed GP, mit der Kombination aus: Porsche-Werksfahrern, bewährtem GT3-Fahrzeug, wachsender Teamstruktur, Nordschleifen-Erfahrung gehört Lionspeed GP 2026 zu den spannendsten Projekten im Feld. Ein Podiumsplatz ist unter diesen Voraussetzungen absolut realistisch. Sollte das Rennen turbulent verlaufen – was am Nürburgring keine Seltenheit ist – könnte sogar ein Angriff auf den Gesamtsieg möglich sein. Entscheidend wird sein, über die komplette Distanz fehlerfrei zu bleiben. Denn genau darin liegt die größte Herausforderung dieses Rennens.
Fazit
Der Einsatz von Lionspeed GP beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2026 steht für den nächsten großen Schritt in der Teamgeschichte. Mit Laurens Vanthoor, Laurin Heinrich und Ricardo Feller setzt das Team auf geballte Porsche-Kompetenz und Erfahrung auf höchstem Niveau. Der Wechsel in die Top-Kategorie zeigt klar: Lionspeed GP will nicht mehr nur mitfahren – sondern um den Gesamtsieg kämpfen. Damit gehört das Team zu den großen Storys des 24h-Rennens 2026 und dürfte eine zentrale Rolle im Kampf um die Spitze spielen.